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Medienlexikon
Definition Free-TV?
Mit dem Begriff Free-TV werden Fernsehsender definiert, deren Programme ohne zusätzliche Kosten für den Nutzer empfangen werden können. Einzig für die Distribution (digitale Verbreitung über das Kabelnetz) wird eine Gebühr erhoben.
Die Finanzierung erfolgt im Fall der Free-TV Unternehmen aus dem Verkauf von Werbeflächen bzw. bei den Pay-TV Unternehmen durch monatliche Abonnements der Nutzer.
Definition Öffentlich-Rechtlich?
Im Gegensatz zu den beiden privatwirtschaftlichen organisierten und gewinnorientierten Free- und Pay-TV Modellen hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Aufgabe, die Bevölkerung mit einer Grundversorgung und Meinungsvielfalt von unabhängigen Informationen sowie der Ausstrahlung von Minderheiten und Regionalprogrammen zu versorgen, die mangels Masseninteresse ansonsten nicht angeboten werden würden.
Die Finanzierung erfolgt dabei über Pflichtabgaben der Besitzer von empfangsbereiten Fernsehgeräten.
Storyboard
Aneinanderreihung von mehr oder weniger detailliert ausgearbeiteten Zeichnungen in Farbe oder schwarz/weiß, die den Ablauf eines Spots wiedergeben. Das Storyboard dient zu Präsentationszwecken der Agentur beim Auftraggeber, als Grundlage zur Kalkulation und als Basis der Dreharbeiten. Das Storyboard liegt üblicherweise zum PPM (Pre Production Meeting) allen Beteiligten vor. Zusätzlich kann ein Shootingboard angefertigt werden, in dem tatsächlich jeder Einstellung des Films ein Bild zugeordnet ist.
sfx
Spezial-Effekte. Sammelbegriff für alle Filmtricks/effekte, sowohl der filmtechnischen, die in der Postproduktion produzierten, als auch der vor der Kamera hergestellten, wie zum Beispiel Explosionen oder Stunts.
Auch Sound Effekte/Toneffekte. Sammelbegriff für alle Toneffekte, die beim Dreh beziehungsweise der Tonaufnahme selbst oder später in der Postproduktion beziehungsweise der Tonbearbeitung durch Geräuschemacher oder elektronisch geschaffen werden.
Preproduction
Die Preproduction ist im Gegensatz zur Postproduktion und dem Dreh, der Teil der Gesamtherstellung zwischen Auftragsvergabe und Dreh, also die Vorbereitungsphase. In der Preproduction werden die Rollen besetzt (Casting), die Locations gesucht, Dekoration geplant und gebaut, die Crew gebucht und gebrieft (Briefing). Ausschlaggebend für einen erfolgreichen, reibungslosen Dreh ist eine solide Preproduction, die wiederum auf den Beschlüssen des PPM’s beruht.
PPM
Pre Production Meeting (Produktionsvorbesprechung). Zum PPM treffen sich alle maßgeblich an der Herstellung des Films Beteiligten: Vertreter des Auftraggebers und der Agentur, Mitarbeiter des Produktionshauses, in der Regel Regiesseur und Producer. In speziellen Fällen werden auch wichtige Crewmitglieder hinzugezogen (zum Beispiel Food-Stylist, Kameramann), um bereits im Vorfeld geeignete Vorgehensweisen festzulegen. Im PPM werden anhand einer PPM-Agenda alle relevanten Punkte der Herstellung definitiv geklärt. Um den Verständigungsprozess zu erleichtern und zu beschleunigen, bedient man sich Moodboards (Location, Kostüm), Beispielfilmen, Storyboards oder ähnlichem. Im PPM festgelegte Entscheidungen gelten als verbindlich für alle Beteiligten und werden im PPM-Report festgehalten, der juristische Bedeutung hat und der von der Werbeagentur erstellt und allen Beteiligten zugesandt wird.
Postproduktion
Die Postproduktion umfasst alle Arbeitsschritte nach dem Dreh bis zum fertigen Masterband oder der Musterkopie. Eine der wesentlichen Stufen der Postproduktion ist der Schnitt (Off-Line-Schnitt, On-Line-Schnitt), da er neben dem Dreh den wichtigsten kreativen Teil der Gesamtproduktion darstellt.
Maske
Als Maske bezeichnet man die Person, die sich um das fachgerechte Schminken der Darsteller kümmert. Die Maskenbildnerin schminkt die Schauspieler anhand eines Briefings durch den Regiesseur und den Kameramann. Oft werden auch Frisuren von Maskenbildnern gestaltet, sofern nicht zu diesem Zwecke gesondert ein Hairstylist gebucht wurde. Spielen mehrere Darsteller gleichzeitig in einer Szene, wird es notwendig, mehrere Maskenbildner zu haben. Die Maskenbildner benötigen für ihre Arbeit circa 1,5 – 2 Stunden (je nach Anforderung) pro Person. Entsprechender Vorlauf ist einzuplanen. Als Maske wird auch der Raum bezeichnet, in dem die Darsteller vor dem Dreh geschminkt werden.
Kinofassung
In manchen Fällen werden eine TV- und eine Kinofassung hergestellt. Da der Kinospot in der Regel länger als der TV-Spot ist, müssen mehr Einstellungen gedreht werden. Bei der Filmendfertigung ist zu beachten, dass Kinofilme mit 24 Bildern/Sekunde projiziert werden, während TV-Spots aufgrund der 50 Hertz unseres Wechselstromnetzes mit 25 Bildern/Sekunde laufen müssen.
FSK
Freiwillige Selbstkontrolle. Kontrollorgan der SPIO (Spitzenorganisation der Deutschen Filmindustrie e.V.) um über Jugend- und Feiertagsfreigabe von Kinofilmen und Kinospots zu entscheiden. Werbespots müssen eine Freigabekarte der FSK erhalten. Dazu ist es nötig, den Spot bei der FSK einzureichen. Die FSK erteilt die Freigabe. Jeder Kopie muss eine Freigabekarte beiliegen.
Dummy/Modell
Attrappe eines Produkts, Leerpackung, Schaupackung, speziell an die Erfordernisse des Drehs angepasst. Zum Beispiel bereinigtes Erscheinungsbild, Vergrößerung, Wasserfestigkeit und so weiter.
Foodstylist
Der Foodstylist ist wichtigstes Mitglied der Filmcrew bei solchen Spots, bei denen Nahrungsmittel und deren Präsentation eine mehr prominente Rolle spielen. Der Foodstylist sorgt nach einem Briefing durch den Regiesseur für die Beschaffung und Zubereitung geeigneter Nahrungsmittel für die Filmaufnahmen. Neben seinem handwerklichen Können sind Erfahrung im Umgang mit Lebensmitteln und ihren filmspezifischen Aussehen und Verhalten von großer Bedeutung. Der Foodstylist arbeitet direkt mit dem Regiesseur und dem Kameramann zusammen. Die Präparation von Nahrungsmitteln für Filmaufnahmen ist zeitaufwendig, vor allem unter Berücksichtigung oftmaliger Wiederholungen.
Director`s Cut
Schnittversion eines Spots/Films, die die künstlerische Interpretation des Regiesseurs wiedergibt.
Buyout
Das Buyout ist ein Teil der Gage eines Schauspielers. Es bezeichnet die Summe, die er für die Rechte an der Ausstrahlung des mit ihm produzierten Spots erhält, auch Persönlichkeitsrechte genannt (Urheberrechte). Es gilt für einen bestimmten Zeitraum, meist ein Jahr ab der ersten Ausstrahlung, und ein bestimmtes Territorium, zum Beispiel Deutschland oder Europa. Darüber hinausgehende Zeiträume und/oder geänderte Territorien werden erneut, gemäß eines entsprechendem Vertrages vergütet. Neben Darstellern erhalten auch Sprecher Buyouts.
Bühne
Kamerabühne: Alle Einrichtungen unterhalb der Kamera, beginnend mit dem Kamerakopf, Stativ, Dolly, etc. werden als Kamera- oder Drehbühne bezeichnet. Die Betreuung obliegt dem verantwortlichen Bühnenmann (Key Grip) und seinen Helfern (Grip). Zum Grip-Department gehören unter anderem auch Schienen- und Kranfahrten sowie Remote-Control oder Remote-Kamera-Aufgaben.
Baubühen: Alle Bauten und Dekorationen bei Innen- und Außendrehs werden durch die Baubühne erstellt. Beim Dreh werden diese Bauten und Dekorationen durch stand-by-Bühnenleute betreut. Baubühnenleute sind unter anderem Schreiner, Zimmerer, Maler, Stuckateure und so weiter.
Animatic
Animiertes Storyboard oder Film script. Videoaufnahmen der Storyboardbilder werden wie im „richtigen“ Spot mit Sprache, Musik und Geräuschen kombiniert. Dient zum besseren Verständnis, zu Test- und Kalkulationszwecken.
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